Drei Fragen an Nadia Holdener

Drei Fragen an Nadia Holdener

«Unternehmerin zu sein bedeutet für mich Frei­heit und Ver­ant­wor­tung gleichzeitig»

Nadia Hold­en­er ist im Früh­jahr 2021 der VCU Zürich beige­treten. Sie ist Geschäfts­führerin und Dig­i­tal Sto­ry­teller der Agen­tur Con­tent & Töchter, Blog­gerin («Life­hack­erin»), gefragte Dozentin an Fach­hochschulen und kün­st­lerisch als Teil der Singer-/Song­writer­band «my cup of tea» auf vie­len Büh­nen anzutr­e­f­fen. Sie lebt mit ihrer Part­ner­in in Zürich.

VCU: «Nadia, vor knapp 10 Jahren hast Du Deine sichere Stelle beim Schweiz­er Fernse­hen aufgegeben und bist sei­ther selb­ständig. Was bedeutet es für Dich, selb­ständi­ge Unternehmerin zu sein?»

Nadia Hold­en­er: «Es bedeutet für mich Frei­heit und gle­ichzeit­ig Ver­ant­wor­tung — zwei Dinge, die sich für mich nicht auss­chliessen. Ich bin zufrieden­er und leiste bessere Arbeit, wenn ich das Pro­jekt zu meinem Ding machen kann — und ich bin überzeugt, dass auch das End­pro­dukt bess­er wird. Als selb­ständi­ge Unternehmerin kann ich die Rah­menbe­din­nun­gen dafür sel­ber schaf­fen. Ausser­dem schätze ich die kurzen Dienst­wege. Die Zeit beim Schweiz­er Radio und Fernse­hen war toll, ich habe sehr viel gel­ernt und möchte es nicht mis­sen, aber so ein gross­er Appa­rat ist manchmal
auch ganz schön schw­er­fäl­lig. In unser­er kleinen Fir­ma kön­nen wir schneller Entschei­dun­gen tre­f­fen und neue Dinge aus­pro­bieren. Und nicht zulet­zt gibt es mir auch die Frei­heit, mich gle­ichzeit­ig für Swis­s­hand zu engagieren.»

VCU: «Welchen Stel­len­wert nimmt in diesem Kon­text die Mit­glied­schaft bei der VCU ein?»

Nadia Hold­en­er: «Die VCU ist für mich in zweifach­er Hin­sicht inter­es­sant. Als Stiftungsrätin und Kom­mu­nika­tionsver­ant­wortliche von Swis­s­hand ist mir die Verbindung zur VCU sehr wichtig. Auch wenn ich bei Swis­s­hand einen gewis­sen Umbruch mitein­geleit­et habe, ist es mir sehr wichtig, dass das Fun­da­ment und die Wurzeln bleiben. Swis­s­hand wurde von der VCU gegrün­det und die VCU und deren Mit­glieder sind nach wie vor ein ganz wichtiger Stützpfeil­er der Stiftung. Auf der anderen Seite ist die VCU für mich natür­lich auch als selb­ständi­ge Unternehmerin span­nend. Die Wichtigkeit von Ver­net­zung und Aus­tausch mit anderen kann nicht hoch genug eingestuft werden.»

VCU: «Angesichts Dein­er vielfälti­gen Aktiv­itäten und dem täglichen Kampf um Kun­de­naufträge finde ich Dein Engage­ment für Swis­s­hand alles andere als selb­stver­ständlich. Was bewegt Dich dazu?»

Nadia Hold­en­er: «Als mir Car­lo Gal­mari­ni von Swis­s­hand erzählte und mich um meine Mei­n­ung in der End­phase der Pro­duk­tion des Filmes 2018 bat, habe ich mich gefragt: Wieso habe ich von Swis­s­hand bis­lang noch nichts gehört? Eine so effiziente Art der Entwick­lungszusam­me­nar­beit und Unter­stützung für — vor allem Frauen — hat mich sofort begeis­tert. Schnell habe ich gemerkt, dass ich mit meinem Knowhow helfen kann die Dig­i­tal­isierung der Stiftung voranzutreiben, damit auch jün­gere Men­schen erre­icht wer­den kön­nen und zu poten­ziellen Spender:innen werden.»

VCU: Liebe Nadia, vie­len Dank für Deine Auskun­ft. Gerne wün­schen wir Dir beru­flich wie pri­vat alles Gute und natür­lich freuen wir uns, Dich oft in unserem Kreis begrüssen zu können.

Autor:

Dr. Roland Gröbli, Präsi­dent VCU, RG Zürich