«Im Gespräch bleiben» – ein Vortrags- und Netzwerk-Anlass vom Forum Kirche & Wirtschaft

«Im Gespräch bleiben» – Kurztagung zur Gesprächskultur in polarisierten Zeiten

Am 6. September 2025 fand in der reformierten Kirche Zürich die Kurztagung «Im Gespräch bleiben» statt. Veranstalter war der Verein église à venir – Kirche in Freiheit und Verantwortung in Zusammenarbeit mit Pro Futuris, dem Think+Do Tank der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft. Unterstützt wurde die Tagung von der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich.

Im Zentrum stand die Frage: Wie können wir in einer polarisierten Gesellschaft im Gespräch bleiben – trotz unterschiedlicher Meinungen, Haltungen und Werte?

Nach der Begrüssung durch Pfarrer Bruno Wolfgang Bader eröffnete Dr. Ulrich Knoepfel mit theologischen Impulsen zur Gesprächspflege. Eine szenische Lesung aus «Zwischen Welten» von Juli Zeh und Simon Urban (mit Simon Urban und Schauspielerin Jeanne Devos) machte die gesellschaftlichen Bruchlinien greifbar.

Dr. Kristina Schröder, ehemalige deutsche Bundesministerin und Gründerin von Republik 21 e.V., der Denkfabrik für neue bürgerliche Politik in Deutschland, sprach über die Voraussetzungen eines vielstimmigen Gesprächs.

Ivo Nicholas Scherrer von Pro Futuris zeigte auf, wie Dialogräume gestaltet werden können, damit echtes Verstehen jenseits von bloßem Reden entsteht.

Die Podiumsdiskussion und das Gespräch mit dem Publikum machten klar: Polarisierung lässt sich nicht auflösen – aber Dialogprozesse können helfen, Differenzen sichtbar zu machen, Vertrauen zu fördern und gemeinsame nächste Schritte zu entwickeln.


Fazit

 

Die Tagung «Im Gespräch bleiben» hat eindrücklich gezeigt, dass gesellschaftlicher Dialog mehr ist als das Austauschen von Meinungen: Er verlangt sorgfältige Gestaltung, respektvolle Moderation und die Bereitschaft, aus dem eigenen Echoraum herauszutreten. Nur so können Spannungen zu Chancen werden – und Vielfalt zur Quelle gemeinsamer Lösungen.

Für die VCU – Vereinigung Christlicher Unternehmerinnen und Unternehmer ist das Thema gelingender Dialog von zentraler Bedeutung. Werteorientiertes Wirtschaften lebt vom Gespräch: vom ehrlichen Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven, vom Zuhören, um zu verstehen, und vom Mut, Spannungen nicht zu überdecken, sondern konstruktiv zu bearbeiten. Gerade in einer Zeit, in der Polarisierung und Sprachlosigkeit zunehmen, wollen wir Räume schaffen, in denen Brücken gebaut und Vertrauen gestärkt wird. Denn nur wenn wir miteinander im Gespräch bleiben, können wir die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam verantwortungsvoll gestalten.

Flyer zum Anlass