Editorial

Editorial

Die Vere­ini­gung christlich­er Unternehmer der Schweiz (VCU) beste­ht als kon­fes­sionell und parteipoli­tisch unab­hängiger Vere­in. Die VCU betätigt sich nicht als beru­fliche Inter­essen­vertre­tung und ver­fol­gt keine wirtschaftlichen Zwecke. So ist es in den Statuten der VCU nachzule­sen. Die VCU ist nicht an eine Insti­tu­tion gebun­den. Aber die VCU ist nicht ohne Ziel und Organ­i­sa­tion und Plan. Das Ziel ist in den Statuten aus­for­muliert, näm­lich die Stärkung der Mit­glieder in ihrem auf dem christlichen Glauben fundierten Denken und Han­deln nach ethis­chen Grund­sätzen in allen Bere­ichen des Lebens. Dazu gehört auch das ver­ant­wor­tungs­be­wusste Unternehmer­tum oder die ver­ant­wor­tungsvolle Wahrnehmung ein­er Führungs­funk­tion. Dies soll in erster Lin­ie über die Zusam­men­fas­sung von gle­ich­gesin­nten Unternehmern und Führungskräften in Region­al­grup­pen und über diese in ein­er gesamtschweiz­erischen Vere­ini­gung und in der Organ­i­sa­tion von anre­gen­den Anlässen geschehen. Mir gefällt der Aus­druck des Zürcher Region­al­präsi­den­ten Roland Gröbli für einige dieser Anlässe: «Impuls-Refer­ate» nen­nt er diese. Impulse geben, auf Vor­bilder hin­weisen, motivieren, an «unsere» Werte erin­nern — das kön­nen Ziele sein für die VCU. Das ist nicht viel, aber es ist schon ganz schön viel… 

Dr. Urban Fink, Ref­er­ent am aus­geze­ich­net kom­ponierten Pro­gramm anlässlich der Jubiläumsver­anstal­tung 70 Jahre VCU vom 18. Mai 2019 in Rap­per­swil hat die Frage aufge­wor­fen: wer stellt zukün­ftig der Gesellschaft Werte zur Ver­fü­gung? In diesem Zusam­men­hang wies Herr Dr. Fink auf die Bedeu­tung ein­er Vere­ini­gung wie der VCU hin. Das ist eine grosse Auf­gabe, ein gross­es Ziel. Der Weg ist das Ziel. 

Die «Dachor­gan­i­sa­tion» beziehungsweise der Zen­tralvor­stand der VCU Schweiz sind für viele Mit­glieder der Region­al­gruppe Basel und waren bis vor kurzem auch für mich, nota bene mit­tler­weile Präsi­dent der Region­al­gruppe Basel und ex offi­cio auch Mit­glied des Zen­tralvor­standes, «weit weg». Die Repräsen­tan­ten und deren Funk­tio­nen sind vie­len von unseren Mit­gliedern kaum bekan­nt. Umso wichtiger und willkom­men waren die Besuche von Rain­er Bätschmann, unserem Zen­tral­präsi­den­ten, an drei Anlässen der Region­al­gruppe Basel und seine spon­tane und per­sön­liche Würdi­gung der Ver­di­en­ste von Prof. Ger­hard Schmid, bei dessen Rück­tritt. Das macht Ein­druck und hin­ter­lässt Spuren. 

Meine ersten Kon­tak­te mit den Expo­nen­ten der VCU Schweiz, mit Rain­er Bätschmann, dem Präsi­den­ten, Martha und Ueli Jud, die bis Ende 2018 die Geschäftsstelle innehat­ten, Per­sön­lichkeit­en wie Car­lo Gal­mari­ni, Präsi­dent der Stiftung offene Hand, Jakob Iseli, ver­ant­wortlich für das Ressort Inter­na­tionale Beziehun­gen, und den Präsi­den­ten und Vertretern der Region­al­grup­pen fan­den anlässlich ein­er gut organ­isierten Strate­gi­eta­gung im Novem­ber 2017 in Degersheim statt. An den Strate­gi­eta­gun­gen, die alle 3–5 Jahre stat­tfind­en, wer­den die Pläne ent­wor­fen, um die VCU erfol­gre­ich in die Zukun­ft zu führen. Der Aus­tausch unter den Region­al­grup­pen emp­fand ich als bere­ich­ernd und anre­gend, aber der Ein­druck blieb, dass jede Region­al­gruppe anders «tickt», andere Bedürfnisse hat und andere Pri­or­itäten set­zt. Es führen eben viele Wege zum Ziel und die in den einzel­nen Region­al­grup­pen «his­torisch» gewach­se­nen, unter­schiedlichen (Mitglieder-)Strukturen und Anlasstra­di­tio­nen -ob Früh­stück­str­e­f­fen, Busi­ness-Lunch mit Impul­srefer­at­en oder Aben­dan­lässen – müssen in entsprechen­den über­ge­ord­neten Strate­giekonzepten gewürdigt wer­den und wer­den von Rain­er Bätschmann auch wohlwol­lend – so mein Ein­druck — zur Ken­nt­nis genom­men und begleit­et. Der «Foed­er­al­is­mus» muss bewahrt bleiben und die zen­tralen Struk­turen sollen schlank bleiben. Bein­druckt haben mich auch Martha und Ueli Jud. Ihre jahre­lange Arbeit und Leis­tung in der Betreu­ung der Geschäftsstelle der VCU Schweiz kann nicht hoch genug geschätzt wer­den. Sie wur­den zurecht «belohnt» mit der Ehren­mit­glied­schaft der VCU. Ich hat­te von Martha Jud wichtige admin­is­tra­tive Unter­stützung und Ein­weisung ins Amt erhal­ten. Ich ahne welch­es Wis­sen über die VCU Schweiz bei Martha und Ueli liegt. Ich hoffe, dass dieses Wis­sen an die nachk­om­mende Gen­er­a­tion weit­erg­ere­icht und dort wert­geschätzt wird. Nur wer die Geschichte und Entwick­lung der VCU ken­nt, ver­ste­ht die aktuelle VCU. Ich freue mich auf die Zusam­me­nar­beit mit Anna Bopp, seit anfangs 2019 ver­ant­wortlich für die Geschäftsstelle VCU Schweiz. 

Alle von uns sind frei­willig Mit­glied beim VCU und einige von uns haben auch frei­willig und ehre­namtlich ein Amt angenom­men und allen wün­sche ich, dass sie entsprechend unseren Zie­len eine pos­i­tive und anre­gende, bere­ich­ernde, freud­volle Zeit beim VCU ver­brin­gen. 

Autor:

Hei­ni Grob, Präsi­dent, RG Basel