Vereinigung Christlicher Unternehmer

Berichte

Kernkompetenz: Schliessen von Kreisläufen. Die Merz-Gruppe Gebenstorf.

Ökologisch nachhaltig, ökonomisch sinnvoll und sozial gerecht, das waren und sind seit Jahrzehnten wichtige Merkmale der langfristigen Unternehmensentwicklung bei der Merz-Gruppe in Gebenstorf, kantonal bedeutender Produzent der Bau- und Bauzulieferungsbranche. Wir erlebten einen hoch interessanten Business-Lunch am 25. August 2011.

Erfolgreiche Diversifikation

Merz steht für solide Qualität, wettbewerbsfähige Dienstleistungen und innovatives Unternehmertum. Die Kernkompetenz der Merz-Gruppe ist das Schliessen von Stoffkreisläufen: Rückbau- und Erdarbeiten – die Gewinnung von Erdwärme – Produktion von rebeton, Kies und Sand – Produkte für den Garten- und Landschaftsbau – Betrieb der Abfallsammelstelle «brings».

«Unsere Anstrengungen zielen auf die Erkennung und Abdeckung der Bedürfnisse der Kunden. Mit unseren Leistungen wollen wir sie tatkräftig in ihren Vorhaben unterstützen, ganz nach unserem Leitspruch «Merz bringt Bewegung ins Geschäft».

Weniger Bürokratie

Die Zuhörer spürten bei Thomas Merz einen starken Glauben an sich selbst und an die Zukunft dieses schon fast mustergültigen KMU. Befragt nach den grössten Herausforderungen der Zukunft, wies Merz darauf hin, dass die goldenen Zeiten der sechziger, siebziger Jahre wirklich vorbei seien. Markt, Kosten, Technologien prägen heute das Geschäft auch in dieser Branche. Es brauche künftig einen gewissen Gestaltungsfreiraum und gleichzeitig einen Abbau der doch umfangreichen und tendenziell zunehmenden Bürokratie.


Ein CEO, der am Sitz seiner Firma wohnt

Thomas Merz, geboren 1972, durfte von Grund auf in die Branche und die Unternehmung hineinwachsen und führt heute die Merz-Gruppe in vierter Generation. Nach einer rasanten Entwicklung in den letzten 12 Jahren, in einem sich stark wandelnden, aber traditionellen Markt, zählt die Unternehmung heute rund 80 Mitarbeitende.

Merz ist Mitglied der Fachkommission Umwelt des Fachverbandes der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie sowie Vorstandsmitglied des Verbands der Kies- und Betonproduzenten Aargau. Er ist wohnhaft in Gebenstorf.





Business-Lunch vom 22. Februar 2011: Die Krankenversicherung im politischen Umfeld

Zum Auftakt der diesjährigen Referatsreihe der Vereinigung Christlicher Unternehmer (VCU) Regionalgruppe Aargau/Solothurn referierte Dieter Boesch, CEO der Badener Aquilana Versicherungen und Vizepräsident der santésuisse, pointiert über die Entwicklung der Krankenversicherer im politischen Umfeld. Er sprach über das Zusammenspiel der politischen Entscheidungsträger und beleuchtete am Beispiel «Solidarität» die Zukunftsperspektiven im brisanten Umfeld der Krankenversicherung.

Die Prämien steigen, die Zufriedenheit der Kunden sinkt. Die finanzielle Situation der Krankenkassen reisst teilweise tiefe Löcher ins Portemonnaie der Schweizer Bevölkerung. Doch wer denkt bei der monatlichen Rechnungszahlung schon daran, wie komplex die ganze Preispolitik in der Krankenversicherungsbranche ist?

Die Solidarität nicht untergraben

In seinem Referat in Aarau erklärte Dieter Boesch unter anderem, welche Akteure auf die Preispolitik Einfluss nehmen oder was das seit 1. Januar 1996 geltende Krankenversicherungsgesetz KVG regelt. Wie funktioniert die Schnittstelle zwischen Krankenversicherungsgesetz und Versicherungsvertragsgesetz? Wer beaufsichtigt die Krankenversicherungen? Sind freiwillige Zusatzversicherungen noch sinnvoll? Die künftigen Entwicklungen werden auch dieses Jahr heftige Debatten auslösen. Besonders appelliert Boesch an die Solidarität, auf deren Gedanken die Krankenversicherung letztlich basiert: Solidarität zwischen Frauen und Männern, zwischen Gesunden und Kranken und zwischen Jungen und Alten. Das durch steigende Prämien bedingte Begehrlichkeitsdenken treibt die Kosten zusätzlich in die Höhe. Diese müssen dann wiederum mittels Prämien finanziert werden – ein Teufelskreis.

Boesch plädiert für mehr Eigenverantwortung, damit das gut ausgebaute Krankenversicherungssystem nicht ausgehöhlt wird. Von einer Einheitskasse rät er dringend ab. Rege Diskussionen und kritische Fragen gab es dementsprechend auch im Anschluss an das Referat. Dieter Boesch erwies sich als sachkundiger, überzeugender Profi auf dem Gebiet der Krankversicherung.

Gelungener Auftakt zu einem spannenden VCU-Jahr 2011

Mit Anlässen wie diesem zu aktuellen Themen aus den Bereichen Glaube, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft fördert die VCU den Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den Mitgliedern sowie mit Fachleuten und interessierten Gästen. Hauptfokus ist dabei der Gedanke «Unternehmer für Unternehmer» mit dem Inhalt «Wirtschaften mit Werten». Ziel der Vereinigung ist es, ihren Mitgliedern unternehmerische, gesellschaftliche und ethische Impulse zu vermitteln und dabei ihre Verantwortung im Umgang mit Gesellschaft und der Welt wahrzunehmen.


Dieter Boesch, CEO und VR-Präsident Aquilana-Versicherungen, Baden:

Entstanden aus der einstigen BBC-Betriebskrankenkasse, hat sich die Aquilana Versicherungen zu einer der grössten im Aargau ansässigen Kranken- und Unfallversicherung entwickelt. „Sicherheit vor Rendite“, nach diesem soliden Motto führt Dieter Boesch seit Jahren das vor allem in den Kantonen Aargau und Zürich stark verwurzelte Unternehmen. Dieter Boesch, geboren 1954, ist schweizweit mit der Branche stark vernetzt. So ist er VR-Mitglied in zahlreichen Organisationen und vertritt die kleineren und mittleren Krankenversicherer im Branchenverband santésuisse; hier wurde er 2009 zum Vizepräsidenten gewählt und leitet den wichtigen Finanzausschuss. Dieter Boesch wohnt in Brugg.





Abendveranstaltung: Einkaufen rund um die – ein Blick hinter die Kulissen des neu gebauten Bahnhofs Aarau

Gegen 40 Personen haben sich am Dienstagabend, 29. März 2011, im neuen Bahnhof Aarau inspirieren lassen:

Das Geschäftsmodell «Einkaufen rund um die Uhr» machte grossen Eindruck. Referate über die Strategie und ersten betrieblichen Erfahrungen von Coop sowie die Hintergründe rund um die Immobilie bildeten den Boden für die anschliessende Besichtigung.

Die 1. realisierte Bauetappe umfasst 9 Geschosse mit gesamthaft 18'500 m2 Nutzfläche. Das Gebäude ist über 200 m lang. Die Investitionssumme betrug CHF 114 Mio.
Bemerkenswert: Am Bahnhof hängt die grösste Bahnhofuhr in Europa mit Sekundenzeiger.

Die 2. Etappe mit noch einmal 12'000 m2 Nutzfläche für CHF 55 Mio. wird ab 2012 realisiert.

Ein interessanter Abend!